Stefan Kraft · Malerei, Collage

Aktuelle Ausstellungsbeteiligung

Anonyme Zeichner 2018

In der Ausstellung ANONYME ZEICHNER 2018 werden 600 Zeichnungen von 600 internationalen Zeichner*innen anonym, ohne Nennung von Urheberschaft und Titel präsentiert und zu einem symbolischen Einheitspreis von 200 € zum Verkauf angeboten. Nur durch den Kauf kann die Anonymität der Zeichner*innen aufgehoben werden. Der Ausstellung ging ein offener, internationaler Aufruf zum Einsenden von Zeichnungen voraus. Es gab darin keine inhaltlichen Vorgaben, nur eine einzige formale Regel: Ausgestellt werden ausschließlich Arbeiten bis zu einem Format von A3. Biografie, Alter oder Geschlecht der Teilnehmer*innen spielten bei der ebenfalls anonym durchgeführten Auswahl keine Rolle. Aus über 2000 Einsendungen wurden von der Berliner Künstlerin und Projektgründerin Anke Becker 600 Arbeiten ausgewählt und für die Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Künstlerduo Reinert/Hinsberg zu einem kollektiven Gesamtkunstwerk zusammengefügt.

Galerie im Körnerpark
Schierker Straße 8, 10405 Berlin
14. Juli – 19. September, täglich 10–20 Uhr
Verkauf: jeden Mittwoch und Donnerstag, 17–20 Uhr
www.anonyme-zeichner.de


Stefan Kraft; Gepäck, 2017; Öl auf Leinwand, 40 x 60 cm; © Stefan Kraft / VG Bild-Kunst, Bonn

Stefan Kraft; Gepäck, 2017; Öl auf Leinwand, 40 x 60 cm; © Stefan Kraft / VG Bild-Kunst, Bonn

Zu meinen Arbeiten

Stefan Kraft

Meine Bilder und Arbeiten auf Papier zeigen Figuren – reduziert, Silhouetten oft nur – in abstrakten Räumen. Oder leere Stühle, ebenso stilisiert.

Die Figur ist, so hoffe ich, präsent auch da, wo nur Plätze zu sehen sind, die sie (möglicherweise) gerade verlassen hat oder gleich einnehmen wird.

Hier wie dort geht es um Sinnbilder für Verortung oder auch Selbstfindung: Wer bin ich, wo bin ich, was habe ich, was brauche ich, wohin gehe ich (und mit wem), was nehme ich mit?

Collage und Décollage sind für mich nicht nur wichtige, die Malerei bereichernde Techniken, sondern auch eigenständige Werkserien, in denen das Thema der Verortung noch einmal anders behandelt wird.

Eine dieser Serien – das ‘Songbook’ – nimmt eine Sonderstellung ein: Ausgangs- und inhaltlicher Schwerpunkt ist jeweils Musik, oft ein Song Bob Dylans.